Ing.-Gemeinschaft   B W R  -  Rumpf  &  Partner  Società di Ingegneri

 

Firmengeschichte

Ein genaues Gründungsdatum der Firma Rumpf in Köln ist heute nicht mehr bekannt und kann auch nicht mehr nachvollzogen werden. Die Ursprünge liegen nach Auskünften von noch lebenden Ahnen in der Zeit des Kaiserreiches während des I. Weltkrieges um 1916 bis 1917. Übernommen wurde die damals offensichtlich bestehende Baumaterial- und Kohlenhandlung mit einer kleinen angegliederten Baufirma in Köln von Herrn Christian Rumpf - wahrscheinlich in den Nachkriegsjahren 1919 oder 1920 vom Großvater des Herrn Rudolf August Christian Rumpf. Herr Christian Rumpf, Zigarren- und Tabakwarenhändler aus Kassel, geb. im Juni 1883, ehelichte in Köln Frl. Wanda Kornek, gebürtig aus Aachen. Deren Bruder, Hans Kornek betrieb in Bonn eine Steuerkanzlei. Die Ehefrau dieses Steuerberaters Kornek, eine Halbjüdin mit Namen Beate Machowitz aus Köln soll als Tochter aus diesem damaligen Baumaterial- und Kohlenhandel stammen.
Herr Christian Rumpf erlitt Anfang der 30`er Jahre einen Verkehrsunfall, wurde schwer gehbehindert und konnte nur noch mit einer Korsage gehen. Seine Frau Wanda führte mit Ihrem Neffen, dem Maurermeister Günter Wagner aus Limburg, das Geschäft weiter. Sohn Fritz Rumpf wurde 1942 Schwerkriegsbeschädigt aus dem Lazarett entlassen und ging auf drängen seiner Eltern in das Geschäft zurück. In den folgenden Jahren wurde die Firma nun von einer Frau und drei Männern, von denen zwei nicht voll einsatzfähig waren, weitergeführt und - sicherlich mehr schlecht als recht - durch die Kriegs- und Nachkriegswirren geleitet. Während der Nachkriegs- und Aufbauphase der Bundesrepublik als Folge des II. Weltkrieges ab ca. 1946 bis 1960 hatte der Betrieb bis zu / über 120 Mitarbeiter. Hauptauftraggeber in dieser Zeit waren die Stadt Köln, die ehemalige Reichspost und bis 1933 die Sanierungsumbauten des Gefängnisses im Klingelpütz wo sich in direkter Nachbarschaft auch die Wohn- und Geschäftsräume der Firma Rumpf befanden. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurde das Gefängnis Sicherheits- und Hinrichtungsstätte.

Bereits bei den ersten Luftangriffen im Herbst 1941 und den noch folgenden im Mai 1942 und im Juli 1943 wurde die Gegend um den Klingelpütz und damit auch das Betriebsgelände der Firma Rumpf vollständig zerstört und es wurde 1942 das Anwesen in Dürscheid gekauft. Auf dem ehemaligen Betriebsgeländes der Firma Rumpf, Klingelpütz 19 in Köln befindet sich nunmehr ein Teil der Parkanlage und Gedächtnisstätte “Gefängnis Klingelpütz“. Sohn Fritz Rumpf konnte 1947 mit 32 Jahren die Meisterprüfung ablegen.

 

Kopie einer Arbeitsbescheinigung aus dem Jahre 1950 vom Vater Christian für den Sohn Fritz für die Jahre 1934 bis 1937 zur Vorlage bei der Rheinprovinz und der Rentenversicherungsanstalt in Düsseldorf zur Geburt seines Sohnes - Rudolf  August Christian Rumpf. Die Originalunterlagen zur Renten- und Sozialversicherung wurden bei den Bombardierungen der Städte Köln und Düsseldorf verbrannt und mußten - soweit wie möglich - ersetzt werden.

Dieser damalige reine Baubetrieb beteiligte sich ca. 1952 an einem Planungsbüro mit einem weiteren Büro in Hamm / Westf., nord-östlich von Dortmund, das von einem Dr. Ing. Waechter gegründet und von den Ingenieuren Dörge und Besse weitergeführt wurden. Das Büro Dortmund - Hamm wurde in den späteren Jahren durch Mitarbeiter des Büros weitergeführt, ausgebaut oder übernommen. Bereits während der Studienzeit (mittlerweile als staatlich gepr. Techniker) in Düsseldorf arbeitete Herr Rudolf Rumpf für dieses Büro und verdiente sich seine "ersten Sporen" im Bauwesen (auch in Siedlungsprojekten in Spanien).

Nach dem Abschluss des Ingenieurstudiums begannen die "Lehrjahre" der praktischen Ingenieurtätigkeit in diversen Firmen mit Einarbeitungsphasen in Ulm, Frankfurt, München und Regensburg. 1978 übernahm Herr Rumpf ein kleines Ingenieurbüro von einem Herrn Gröner und Dr. Gagel in Landshut und 1983 das ehemalige Ingenieurbüro seiner Vorfahren als alleiniger Inhaber. Beide Büros wurden verschmolzen und man hatte nun Bauvorlageberechtigungen und Zulassungen für die Bundesländer Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Kurze Zeit nach der Grenzöffnung zum "Osten Europas" im Jahre 1989 sammelte Herr Rumpf - in einer Art Aufbauhilfe Ost - weitere berufliche Auslandserfahrungen in Polen und der Türkei, für ein paar Wochen auch in der ehemaligen DDR. Krankheitsbedingt ging Herr Rumpf 1998 nach Sizilien und versucht seither, seine beruflichen Kenntnisse und Erfahrungen in eine Tätigkeit umzusetzen so wie sie von Archimedes mit Auftrieb beschrieben wurde. Diese Tätigkeit kann und muß selbstverständlich nur dem Temperament und der Mentalität eines Südländers entsprechen, d.h. wir bewegen Alles - aber passieren darf nichts.

 

Nun nach fast 30 jähriger Selbständigkeit begann die wahre Selbständigkeit erst etwa ab dem Jahre 1995/96 mit der Teilübergabe des Büros an Mitarbeiter, Nachfolger und Töchter - seither muss der “Seniorchef mit etwas über 50 Jahren“ nicht mehr jeden Auftrag annehmen und ist von den normalen Tagesgeschäften befreit. Er kann sich sogar die Arbeitszeiten - speziell in Sizilien - und den Arbeitsort innerhalb Europas frei einteilen. Nach mehreren Auslandstätigkeiten lernte Herr Rumpf unter anderem auch die Mentalitäten der Menschen anderer Länder kennen, was ihm besonders bei der Eröffnung des Büros in Sizilien half. Dort werden Geschäftkontakt mediterran gepflegt, d.h., es “funktioniert“ nur dann etwas, wenn man Jemanden kennt, der wiederum Jemanden kennt. Oftmals erwartet man hierfür auch eine Art der Belohnung. In Deutschland gibt es hierfür die Berufbezeichnung des Lobbyisten oder Beraters, der auch nur versucht seine persönlichen oder betrieblichen Interessen zu vermarkten. Hat man "liebe Freunde" erscheint oftmals aber die Staatsanwaltschaft, wenn man jemanden “zu gut“ kennt. Sizilien beispielsweise hat im Jahr 2007 ein Rückzahlungsdefizit (Schuld) von Zahlungen aus EU - Fördergeldern an die EU von vielen, vielen Mio. €, zur Zeit weiß niemand ob die EU diese Zahlungen jemals wieder erhalten wird oder wo sie geblieben sind.

 

Seit 1996 wird eine Teilsparte des Büros in Landshut von ehemaligen Kollegen weitergeführt. Herr Rumpf wohnt für einen Teil des Jahres in Sizilien und betreut Vorort Interessenten, Kunden, Investoren, das EU-Büro sowie die Regional- und Provinzregierungen (Palermo - Catania - Siracusa - Ragusa). Tochter Stefanie studierte das Bauwesen, verdient sich mittlerweile die ersten Sporen in der Baubranche (Fremdfirma) und möchte nach entsprechenden Qualifikationen das Büro und die Ingenieur- und Sachverständigentätigkeit ihres Vaters fortsetzen.