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Die Ortwein`s, - Vorfahren
von Karl

Der Ursprung der Familie Ortwein aus Volkmarsen liegt im Warburger Land im süd-östlichen Westfalen - dem Kloster Wormeln und des Schlosses von Welda.
Warburg (Warb(e)rich, Warberach) wurde erstmals um 1036 schriftlich erwähnt, mit seinen zwei separaten Stadtteilen (Altstadt und Neustadt, erst 1256 erfolgte die rechtliche Gleichstellung von Altstadt und Neustadt) und drei umliegenden Hofstellen. Zum Vergleich galt Köln damals als größte Stadt Deutschlands und hatte 10.000 Einwohner. Im 13. und 14. Jh. stieg die Einwohnerzahl auf 30.000 (Beginn Dombau 1248). Kassel hatte um 1500 lediglich 4.500 und Dortmund 7.500 Einwohner. Der Pest in Europa (1347 bis 1351) erlag ein Drittel der gesamten Bevölkerung dem Schwarzen Tod, geschätzte 25 Millionen Todesopfer.
Nach Überlieferungen wanderten die Ortweins im Raum Warburg (Hansestadt) aus dem südhessischen oder süddeutschen ein. Die Namensherkunft Ortwein (Orthwein Ortwien Ordewin Ordemar liegt im Althochdeutschen "ort" = Spitze des Speeres, Schwertes und "wini" = Freund. Im Großraum Warburg ist der Name nur sehr selten zu finden und ist auch kein Name aus dem Sachsengau.
Volkmarsen (Wolkmersen Volkemissen) wird erstmals im Jahr 1155 erwähnt. Um das Jahr 1200 wurde die Kugelsburg (Cogelnberg) als Wehrburg erbaut, sie diente nicht zum Schutz der Stadt! Die Wüstung Wittmar (Witt mare = weißes Pferd ?) mit der Wittmarkapelle soll bereits um 825 ?? bestanden haben und soll zur heidnischer Sachsenzeit eine Kultstätte gewesen sein.
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Die meisten Ersterwähnungen der Orte im sächsischen Hessengau in dem Gebiet Höxter, Göttingen - Grone, (Plattdeutsch = Gronaha un de Chreunschen (Grone = Grün, aha = Ache = Wasser), Paderborn, Helmern - Wünnenberg, Eresburg - Obermarsberg, Kassel, Wolfhagen Hof-Geismar, und Waldeck liegen um etwa 850 bis etwa 1100 n. Ch. Anhand diverser Feststellungen (Landesarchive in Kassel und Münster) ist davon auszugehen, das nach dem fränkischen Krieg um 800 (Karl der Große) diese Orte erwähnt oder benannt wurden bzw. als Kriegsbeute an die neuen Adeligen oder Landherren vergeben wurden, d. h., die Gebiete wurden von den Franken erobert und den Sachsen weggenommen. Das Stammesherzogtum der Sachsen wurde 1180 zerschlagen.
Erstmalige Erwähnungen von Westfalen (Westfalai als Teil der Sachsen neben Engern und Ostfalen) erfolgten um 775. Ursprünglich bildete Westfalen eine der drei sächsischen Stammesprovinzen (Herzogtum Sachsen). Im 12. Jahrhundert umfaßte Westfalen die Gebiete zwischen Rhein und Weser. Zu den westfälischen Territorien wurden vom 13. bis 18. Jahrhundert gerechnet:
Die Gebiete der Bistümer Münster, Paderborn, Osnabrück und Minden, die kurkölnischen Nebenlande Herzogtum Westfalen und das Vest (Gaugericht) Recklinghausen, die Grafschaften Hoya, Diepholz, Schaumburg, Bentheim, Lingen, Tecklenburg, Ravensberg, Mark, Rietberg und Waldeck, die Abteien Corvey und Essen und die Herrschaft Lippe. - Das 1180 von Kaiser Friedrich I. Barbarossa bei der Teilung des sächsischen Herzogtums Heinrichs des Löwen geschaffene Herzogtum Westfalen umfaßte nur einen Teil des Sauerlands südlich der Lippe. - Das napoleonische Königreich Westfalen (1807-1813) wurde aus preußischen, hessischen u. a. Besitzungen gegründet und umfaßte von den alten westfälischen Gebieten lediglich Paderborn, Minden-Ravensberg, Osnabrück, Corvey und Rietberg. 1810 wurden noch Teile Hannovers mit ihm verbunden. - Die preußische Provinz Westfalen entstand 1815 aus dem alten westfälischen Kerngebiet, der früheren Grafschaft Sayn-Wittgenstein und der Abtei Essen, während Osnabrück und das Niederstift Münster zwischen Hannover und Oldenburg geteilt wurden. - 1946 wurden Westfalen und die nördliche Rheinprovinz mit dem Land Lippe zum Land Nordrhein-Westfalen verbunden.
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Der Dom in Paderborn um 1845 |
Pyrmont - Altonau um 1855 |
Oldenburg um 1855 |
Der Ort Calenberg bei Warburg, an der Schnittstelle vom Schuttelgrund zum Welschen Patt (Weldaer Weg), wurde erstmals um 700 n.Ch. erwähnt. 1308 übertrugen die Grafen von Everstein (durch die Bischöfe von Köln und Paderborn) die Schutzherrschaft an die Herren von Papenheim zu Calenberg mit der Gerichtsbarkeit über Wettesingen, Herlinghausen, Breuna und Rhöda, später auch über Listingen und Elsungen. Die Stadt Calenberg existiert seit 1326. Man war Pufferstaat zwischen den mächtigen Hessen, Paderborn, Köln und Waldeck und streitete sich gerne mit den lehensabhängigen Malsburgern. 1597 erfolgte die Festlegung der neuen Grenzen zwischen Paderborn und Hessen. Der süd - östliche Teil fiel an Hessen. Während des 30 - jährigen Krieges (1618 - 1648) hat das Grenzland zwischen Paderborn und Hessen die schrecklichsten Grausamkeiten des gesamten Krieges erdulden müssen. Hier herrschte der Krieg noch weiter bis 1649, kein Haus stand mehr und teilweise gab es nur noch 7 Familiennamen in den Orten, viele der Bewohner der Gegend verzogen oder wanderten aus. Ruhe kehrte erst wieder ein, als 1652 die Eigentumsverhältnisse neu geregelt wurden. Die große Pest 1666 regelte das noch Verbliebene. 1675 wird der Ossen John als Hexer verbrannt und 1682 wird erstmals ein Lehrer genannt. 1745 gründete Clemens August von Bayern (durch den Bischof von Köln) den Schützenverein. 1760 im 7- jährigen Krieg treffen die Kriegsherren England und Frankreich wiederum hier zusammen und verwüsten das neu Aufgebaute. 1778 wurden die Grenzsteine nunmehr zwischen Volkmarsen (Wolkmersen) und Carlshafen neu gesetzt bis 1803 die Preußen einmarschierten und 1807 Jerome, der Bruder Napoleons, König wurde. Nach der Bauernbefreiung um 1850 kehrte so langsam auch hier endlich Ruhe ein.
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Eisenach um 1850 |
Weimar um 1850 |
| um 780 | Erwähnung einer Pfarre in Wormeln |
| um 1400 |
Wyneke IV. Ortwein (männlich), erw. (erwähnt) 1424-1434 als Ratsherr und freier Kaufmann in Warburg, geboren circa 1387 in Warburg (zw. 1385 und 1390), gestorben nach 1434 in Warburg.
Kirchliche Trauung (2) circa 1412 in Warburg, zw. 1410 und 1415 mit
Geyse Bischoff, geboren circa 1366
in Warburg Windela, geboren circa 1410 in Warburg. Kirchliche Trauung circa 1440 in Warburg mit Hermann Lovelmann, erw. 1446-1482 als Ratsherr in Warburg, geboren circa 1410 in Warburg, gestorben nach 1483 in Warburg. Gese IV. Ortwein [Ordewin], geboren circa 1410 in Warburg. Kirchliche Trauung circa 1430 in Warburg mit Hans Nulag, erw. 1434-1470 als Ratsherr und Richter in Warburg, geboren circa 1400 in Warburg, gestorben nach 1470 in Warburg. Hans III. geboren circa 1412 in Warburg † um 1480 |
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um 1400 |
Ulrich III Reussen,
geboren circa 1365 in Warburg, gestorben nach 1457 in Warburg.
Verheiratet mit Gertrud von Listingen,
geboren circa 1370 in Warburg, gestorben nach 1455 in Warburg. Gertrud, geboren circa 1410 in Warburg |
| um 1450 |
Hans III.
Ortwein, erw. 1450 als Kaufmann, 1465-1475 als Ratsherr, 1465-1480 als
Richter in Warburg, geboren circa 1412 in Warburg, gestorben nach
1480 in Warburg.
Kirchliche Trauung circa 1440 in Warburg mit Gertrud Reussen, geboren circa
1410 in Warburg. Hermann Ortwein [Ortwin], geboren circa 1445 Urban I. erw. 1495-1522 als Kaufmann (und Templ.?) in Warburg, geboren circa 1445 in Warburg, * zw. 1440 und 1450, gestorben nach 1522 in Warburg. Kirchliche Trauung nach 1470 mit Ilse N (. Urban Ortwein), erw. 1513, geboren circa 1450, gestorben nach 1513 in Warburg. Ulrich I. erw. 1468-1492 als Ratsherr zu Brakel, geboren circa 1450 in Warburg, gestorben nach 1492 in Brakel. Er war verheiratet, jedoch sind Ehefrau und evtl. Kinder (noch) unbekannt. Cord II. erw. 1491 als Ratsherr in Warburg, geboren vor 1455 in Warburg, Kirchliche Trauung vor 1490. |
| 1633 |
Der hessische Oberst Heidenreich von Calenberg nahm die beiden Bürgermeister von Altstadt und Neustadt, Jost V. Thöne (Thonemann) und seinen Amtskollegen Bernd Ortwein, als Geiseln nach Kassel und legte dort beide Bürgermeister fünf Wochen in Arrest. |
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1648 |
Nach Ende des 30 jährigen Krieges übernahmen Patrizierfamilien die Geschicke der Stadt Warburg, die Ortweins übersiedelten zum Kloster Wormeln |
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um 1875 |
Heirat des Herrn Johann Heinrich Alexius Ortwein mit Ehefrau Katharina, geb. Pfeffer. aus der Ehe ging Sohn Karl Benjamin August hervor |
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um 1880 |
Heirat des Clemens Struth mit Maria Anna Schüller, beide wohnhaft in Asbach. Aus der Ehe ging die Tochter Vikoria Wilhelmine hervor |
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um 1910 |
Heirat des Schneiders Karl Benjamin August Ortwein, geb. am 13.2.1875 in
Volkmarsen / Waldeck und Vikoria Wilhelmine Struth, geb. 13.2 1885 in
Asbach /Westerwald. Die Eheleute verzogen berufsbedingt nach Thüringen,
[Merseburg, Weimar und Magdeburg (beamteter Weberknecht und kaiserlicher
Uniformschneider)] zeugten vier Kinder und verzogen während der Weimarer
Republik wieder nach Volkmarsen. Sohn Karl verblieb nach Wehrdienst
und Gefangenschaft des zweiten Weltkrieg bei den Eltern in Volkmarsen.
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26.9.1946 |
Heirat
des Eisenbahner Karl Ortwein, geb. am 17.4.1923 in Weimar / Thüringen,
gest. 19.12.1985 in Volkmarsen
und Maria Hiller, geb. am 26.9.1921 in
Leuber, Oberschlesien. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: |
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20.7.1973 |
Heiratete
Frau Irene Ortwein, geb. 28.7.1952 in Volkmarsen Herrn Dipl.-Ing. (Univ.)
Rudolf Rumpf, geb. am 5.6.1950 in Breuna, aus
der Ehe gingen zwei Kinder hervor. |

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