Die Familien

Rumpf  -  Pilger  -  Ortwein  -  Hiller

Online 2000


 

 

Der Herkunftsname bzw. der Familienname Rumpf mit den Abwandlungen Rumpff, Rumph, Rumpfinger oder Rumpf….. meint den Kurzleibigen, Klobigen ähnlich dem wie Schmahl, Schmale, der Schmächtige oder Stumpf, d.h. die Rumpf ´s wurden nach ihren Körpereigenschaften benannt.

 

Wahrscheinlich, vermutlich aber fälschlicherweise werden in vielen Veröffentlichungen die Familienname Rump, Rumpp Rumpen, Romb, Rumphius oder Rumpel….. mit denen der Rumpf ´s in einen Topf geworfen. In der Regel haben diese beiden Namen nichts miteinander zu tun, außer, es handelt sich um eine alternative Schreibweise oder aber die beide Namen wurden im Plattdeutschen miteinander vermengt (de Rump ´s) oder es ist wirklicher Blödsinn. Die Rump `s waren entweder Süßwasserfischer odg. und der dazugehörige Familienname wurde nach demselbigen Fisch benannt (Plattdeutsch) oder, was aber nahe liegender ist, sie waren Fuhrleute und Rumpelten mit ihrem Karren (dem “Rump“ – ein zweirädriger Wagen) auf den Hellwegen. (oft auch als Holländische Strasse bezeichnet) Ob das Rumpel-stilzchen der Gebrüder Grimm mit diesen Verwandt ist mag wohl mehr ein Scherz sein - ich weiß es nicht, auch nicht, ob der Kurzleibige oder Klobige (Rumpf) auf dem Hellweg geRUMPelt ist.

 

Nach meinen mir vorliegenden Informationen, Erkenntnissen und Überlieferungen von Verwandten sind aber beide Namen nordwest – und mitteldeutschen Ursprunges (Germanisch) und finden besonders entlang der Hellwege mit seinen Zubringern (Amsterdam, Eindhoven, Duisburg sowie die Nord - Südverbindungen von Bremen, Augsburg und Hamburg, Salzburg) eine starke Konzentration. Der bekannteste unter den Hellwegen (Salzstraßen) führte von Antwerpen über Aachen, Dortmund, Soest, Paderborn, Braunschweig (Gotha - Goslar), Magdeburg, Berlin (Danzig - Warschau) nach Königsberg und bildete später einen Teil der Bundesstrasse 1. Viele dieser Städte waren Mitglieder der Hanse und man sprach die gleiche Sprache, der plattdeutsche (Niederdeutsche) Sprachgebrauch (ein Mix aus Englisch, Flämisch, Dänisch) dieser gesamten Region rechtfertigen diese Aussagen. Hauptverbreitungsgebiete der Rumpf `s in nördlichen Mitteldeutschland sind das Münsterland, Westfalen, Sauerland, südliches Niedersachsen und Hamburg. Die süd-westliche Konzentration an Rumpf `s scheint eine andere Richtung oder Herkunft zuhaben bzw. konnte bisher nicht eruiert werden.

Erstmalig erwähnt wurden – meines Wissensstandes – die Rumpf `s und Rump`s um1200 in den Kirchenbüchern von Paderborn und Münster und waren im Großraum um Soest - Dortmund - Arnsberg - Rhoden ansässig. Die Rumpf`s in Breuna sollen um 1500 aus dieser Gegend zugezogen / eingewandert sein

 

Mehrer Rumpf `s aus Breuna wanderten über Bremerhaven und New York (das ehemalige deutsche Stadtviertel in New York gibt es nicht mehr) in den Südosten der U.S.A. aus, ich bin einer dieser Überlebenden in Deutschland. Einige der Familien Rumpf Rumph Roumph, Rump(h) leben heute in den nördlichen Niederlanden (Rückkehrer aus Südafrika), Südafrika, Österreich sowie den US-Staaten Louisiana, South and North Carolina, Cincinnati / Ohio, Georgia, Oregon, Indiana und Brooklyn.

Erst durch die Veröffentlichung der Familienseiten im Internet (1998) ergaben sich verstärkte Kontakte zu Namens- und Blutsverwandten, auch zu Einwanderern in die U.S.A. deren Vorfahren zum größten Teil aus der Region Kassel - Hannover - Paderborn - Dortmund kamen und wesentlich mehr Interesse an Ihren Wurzeln haben.

 

 

Namen sind nicht Schall und Rauch – sind keine Wappen oder Siegelringe! (außer Vollwappen des Adels und der Kirche)

Vorgenannte Namen, speziell die Beinamen der "Schüdder-rump, Schüdde-rump(f) und Schüddell-rumph“ sollen sich in einigen Wappen widerspiegeln oder enthalten sein, mir persönlich sind keine Vollwappen, die auch in der Deutschen Wappenrolle (DWR) eingetragen sind, bekannt. Nur beim Adel kann man durchweg das Vorhandensein eines alten Wappens voraussetzen.

Wappen- oder Siegeldeutungen die mit den Rumpf `s in Verbindung gebracht werden sollen vermutungsweise - möglicherweise auch Wunschweise - im Wappen von Wanne-Eickel, den Stadtwappen von Gotha und Goslar zu finden sein. Ob die Rumpf `s selbst ein eigenes Wappen besaßen erscheint mir unwahrscheinlich. Viele der kursierenden, sich im Umlauf befindlichen und wahrscheinlich größtenteils nachgebildeten Wappen sind - das behaupte ich - möglicherweise Erfunden. Als Wappenvarianten und Deutungen finden wir – Rotes Schild, mit silber - weißen Winkel - Pfeilen nach oben und unten, ähnlich dem Chevron - Logo - mit auf der Spitze stehende Rauten und Sternen, Balken- oder Halbhakenkreuz, Kringerl, Grünen und blauen Helmen, Neger und Mohren in der Helmzier sollen Venedig vermuten lassen, nur Purpur habe ich noch nicht gesehen. Ich betrachte es als Quatsch, die Namensgebung in Italien war wesentlich früher als die in Nord- oder Mitteldeutschland, trotzdem, es gibt auch Rumpf `s in Italien / Sizilien. (www.Sizilien-Sicily-Sicilia.de)

 

Von Titeln, Wappen und Siegeln geht seit Jahrhunderten eine große Faszination aus. Die Wappen- und Siegeldeutung ist mannigfach. Leider war und ist das allgemeine Interesse an diesen Intarsien sehr viel größer als die Bereitschaft sich diese in einer vernünftigen Ausbildung selber zu erarbeiten.

Es gibt königliche, religiöse, Stadt und Handelswappen und natürlich die dazugehörigen Siegel. Ich für meinen Teil der Familie habe eine vollakademische Ausbildung und ein Siegel für die Sachverständigentätigkeit, mehr als ausreichende berufliche Anerkennung, meine Vorfahren waren / sind größtenteils, und das seit Jahrzehnten, selbstständig gewesen, haben eine recht passable und ansehbare Referenzliste und Familiengeschichte  -  mir ist das Genug. Ein Familienwappen das nur für private, persönliche und nicht einmal zu Werbezwecken benutzt werden darf ist schön.

 

Im Jahr 2000 wurden auf der Telefon - CD etwa 2100 Einträge der Rumpf `s in Deutschland gezählt. Bei einer Familiengröße von 2,7 Personen je Familie ergeben das insgesamt etwa 5.700 Rumpf `s in Deutschland, das entspricht bei einer Gesamteinwohnerzahl von 80 Mio. einen Bevölkerungsanteil von 0.007 %

Der Verfasser dieser Seite stammt aus dem Ort Breuna, einem 2000 Seelen zählendem Ort im westlichen Landkreis Kassel, etwa 4 km entfernt von der Westfälischen Grenze. Dieser Ort zählt wohl im Verhältnis zur Einwohnerzahl gesehen mit zu den wenigen Orten, die eine der größte Konzentration an Rumpf `s innerhalb der gesamten Bundesrepublik haben. Nachfolgend einige Daten und Großräume die mit Rumpf ´s “überflutet“ sind:

 

PLZ

Stadt

 

Einwohner

Einträge Rumpf

Anzahl Rumpf

% - Anteil

 

 

 

 

 

 

 

10000

Berlin

Zuzug von Rumpfs aus Breuna

3.500.000

60

162

0,005

21000

Hamburg

Zuzug von Rumpfs aus Breuna

1.700.000

80

216

0,005

26826

Weener / Ems

 

15.000

13

35

0,23

28200

Bremen / Bremerhaven

Zuzug von Rumpfs aus Breuna

700.000

10

27

0,004

30659

Hannover

Zuzug von Rumpfs aus Breuna

530.000

20

54

0,01

31141

Hildesheim

 

110.000

20

54

0,05

34000

Kassel

Zuzug von Rumpfs aus Breuna

200.000

70

189

0,095

34379

Calden

Zuzug von Rumpfs aus Breuna

3.000

12

32

1,07

34479

Breuna, westl. Landkreis Kassel,

BAB Dortmund

Geburtsort Verfasser

2.000

22

60

3,0

35614

Aßlar Lahn / Dill

 

13.000

24

65

0,5

35630

Ehringshausen

 

4.500

25

68

1,5

35745

Herborn Lahn / Dill

 

21.000

20

54

0,26

44000

Dortmund

Zuzug von Rumpfs aus Breuna

600.000

21

57

0,009

48100

Münster, Westf.

 

270.000

13

35

0,01

56626

Andernach Koblenz

 

30.000

11

30

0,1

59174

Kamen

Zuzug von Rumpfs aus Breuna

50.000

32

86

0,17

60000

Frankfurt am Main

 

600.000

35

95

0,015

061000

Halle / Saale

 

290.000

10

27

0,009

63450

Hanau

 

90.000

25

68

0,07

66879

Niederstaufenbach, Gem. Kollweiler, Baumholder, Landstuhl, Rheinland Pfalz

 

300

10

27

9,0

70188

Stuttgart

 

600.000

7

19

0,003

76000

Karlsruhe, Baden

 

280.000

9

25

0,009

77815

Bühl, Baden-Baden

 

25.000

14

38

0,15

80000

München

Zuzug von Rumpfs aus Breuna

1.300.000

33

90

0,007

99734

Nordhausen

Zuzug von Rumpfs aus Breuna

49.000

22

60

0,12

 

In Jahrzehntelangen Nachforschungen, Gesprächen mit älterem Mitbürgern, Verwandten und Bekannten, Kirchenbüchern in Marburg und Paderborn sowohl von mir als auch von Vorfahren konnte das überhaupt erst zusammengetragen werden. Hiermit möchte ich mich bei all diesen Menschen recht herzlich bedanken. Für jeden Rat, Tipp, Fehler oder Belehrung bin dankbar.

 

Gut finde ich die noch im Aufbau befindlich Internetseite von Rumpf `s unter         www.rumpf-ahnenforschung.de        wann gibt es das erste Rümpfe-Treffen?

Nachfolgend einige interessierte Rumpf `s mit deren Links, schön wäre es, wenn mir einige der Herrschaften beim Mailwechsel ihre Neue Anschrift geben würden.

 

Name

Herkunft

Jetziger Ort

Großraum

Internet oder mail

L. Vogelaar

Rumpf, Romph, de Romph / Breuna

3274CH Heinenoord

Rotterdam / NL

lvogelaar2@hotmail.com

Sherry Kaseberg

Rumpf - Käseberg / Breuna

Wasco, Oregon und Carolina

U.S.A.

sherryk@gorge.net

Robert H. Rumpf

Rumpf / Breuna

North Carolina

U.S.A.

 

Uwe Rumpf

 

63571 Gelnhausen

 

rumpf-ahnenforschung.de

webmaster@rumpf-ahnenforschung.de

Gregory Rumph

Rumph / Kassel - Hannover

Cincinnati, OH

U.S.A.

 

Peter Rump(h)

Rumph

Brooklyn, NY

U.S.A.

 

Christian Rumpf

 

 

Österreich

aon.912307946@aon.at

Mechthild Rumpf

Rumpf / Breuna

30167 Hannover

 

Mechthild.Rumpf@t-online.de

Neale S. Brown

Rumpf Rumph / Breuna

South Carolina

U.S.A.

rebcav@cnnw.net

Roy Bryant

Rumpff

 

U.S.A.

 

Charles Rump

 

 

GB

Tollkirch@hotmail.com

Stephan Rumpf

 

 

 

stephanrumpf@zutty.de

Jürgen Sprenger

Rumpf, Rumpäus / Breuna

Soest, Bad Marienberg

Lippstadt

juergen@ralfsprenger.com

Donna Ivery

Rumph

Orangeburg District, S.C.

U.S.A.

 

Frohböse

Rumpf / Breuna

Westerland - Sylt

Hamburg

Frohboese.Sylt@t-online.de

Claire Roumph

Roumph / Nordhessen - OWL

New York

U.S.A.

 

R. Hollerand

Rumpf

Houston Co. GA

U.S.A.

 

Klaus Rumpf

Vorfahren kamen aus dem Raum Kaiserslautern

Jürgensgaarder Str. 9 e

Tel.: 0461-26500

24943 Flensburg

KlausRumpf@t-online.de

Christoph Rumpf Ritter Rump zu Wenne Ehringshausen / Sauerland   Christoph.Rumpf@web.de
Rumpf  B. M.   Berlin  

bumiru@googlemail.com

         

 

 

Geschichtliches:

Aus einzelnen Germanenstämmen wie den Ostfalen und Chatten entstammen die Sachsen [wohl zu althochdeutsch sahs, "Kurzschwert“], d.h., sie waren westgermanische bzw. deutsche Volksstämme, verschmolzen mit Chauken, Angrivariern, Cheruskern, Resten der  Langobarden und Chatten sowie anderen Stämmen und Stammesteilen. Die im südwestlichen Sachsen angesiedelten Ostfalen und Chatten hatten ihr Siedlungsgebiet etwa west- und östlich der Weser, ausgehend von Minden / Westf., Bramwald, Solling, Vogler, Hils, Ith, Osterwald, Süntel, Deister, Bückeberge, Wesergebirge, hin zum Reinhardswald, Eggegebirge, Teutoburger Wald und Wiehengebirge.

Ein Teil eroberte im 5. Jahrhundert mit Angeln und Jüten England (Angelsachsen). Möglicherweise wurde bereits der Dudelsack, im heutigen Sauerland noch gespielt, zu dieser Zeit schon "exportiert". Das eigentliche Siedlungsgebiet der Sachsen erstreckte sich von der Elbe und nördlich davon bis hin zum Niederrhein mit Nordhessen und Thüringen.
In dem Gebiet der Sachsen entwickelte sich ein loser Verband von vier Stammesgruppen: Westfalen, Engern, Ostfalen und Nordalbingier, die allmählich ein sächsisches Stammesherzogtum herausbildeten. Grenzstreitigkeiten mit den Franken führten aber in den Sachsenkriegen Karls des Großen (772-804) zur Unterwerfung der Sachsen (Widukind), erzwungenen Christianisierung und Eingliederung in das Frankenreich. Erste Christianisierungen erfolgten unter Bonifatius, angelsächsischer Benediktinermönch und Missionar, eigentlich Wynfrith Winfrid,* um 675 in Wessex, † 5. 6. 754  in Dokkum (Erschlagen in Friesland), begraben in Fulda.

Die Cherusker waren ein germanischer Volksstamm nördlich vom Harz zwischen Weser und Elbe gelegen; von den Römern seit 4 n.Ch. unterworfen. Sie zerbrachen, an der Spitze eines germanischen Völkerbunds unter Führung ihres Fürsten Armin durch die Schlacht im Teutoburger Wald, 9 n.Ch., die römische Macht in Germanien. (Publius Quintilius Varus, römischer Feldherr, als Legat in Germanien (Varusschlacht mit dem später bekannt gewordenen Ausspruch des Cäsars: Varus, Varus - wo sind meine Legionen) beging später Selbstmord. Mit der Ermordung Armins 19 n.Ch. wurde die Einheit der Cherusker durch innere Fehden zerstört. Im ersten Jahrhundert kam der östliche Teil unter den Einfluß der Chatten.

Kultstätten, Freilegungen und Fundstellen wie die Externsteine bei Detmold , eine Gruppe von 13 freistehenden Sandsteinfelsen (bis 38 m hoch) im südöstlichen Teutoburger Wald; wahrscheinlich eine ehemalige germanische Kultstätte sowie das Fehmegericht in Ehringen / Volkmarsen (Wolkmersen), Veme [mittelhochdeutsch, „heimliches Gericht“], im Mittelalter aus den Grafengerichten in Westfalen, die unmittelbar dem König unterstanden, entwickelte Freigerichte; sie beanspruchten Zuständigkeit über todeswürdige Straftaten (Fehmgericht) im ganzen Reich. Unter Oberleitung des Stuhlherren und Vorsitz des Freigrafen fanden die Freischöffen, die jede ihnen bekannt gewordene Femetat selbst vor Gericht bringen konnten, auf der Gerichtsstätte (Freistuhl) das Urteil. Bei Ausbleiben des geladenen oder Flucht des verurteilten Beschuldigten wurde dessen Verfemung (Ächtung) ausgesprochen, die jedem Schöffen das Recht gab, ihn zu töten.

Oder die neuerliche Funde an Hünengräber im Grenzgebiet zu Niedersachsen und Ostwestfalen (Hofgeismar, Reinhardswald) belegen das.

Externsteine um 1840

Porta Westphalica um 1840

Aus dem welfisch-braunschweigischen Fürstentum Calenberg-Göttingen-Grubenhagen wurde 1692 (Ernst August I.) das Kurfürstentum Hannover, mit dem 1705 auch das Fürstentum Lüneburg vereinigt wurde. 1714—1837 war Hannover mit Großbritannien in Personalunion verbunden; sie wurde aufgelöst, weil die weibliche Erbfolge (in England Viktoria) in Hannover nicht galt. 1807 bzw. 1810 ging Hannover im Königreich Westfalen auf, wurde aber 1814 als Königreich Hannover neu gebildet. 1866 unterlag Hannover im Deutschen Krieg gegen Preußen bei Langensalza: Die  Welfen wurden entthront, Hannover preußische Provinz; seit 1946 Kerngebiet des Landes Niedersachsen. (Siebenjähriger Krieg 1756—1763)

Das Königswahlrecht wurde endgültig durch die Goldene Bulle Karls IV. von 1356 gegen die Kurie zugunsten der Kurfürsten entschieden. Auch die Städte hatten dank ihrer wirtschaftlichen Macht an Einfluß gewonnen. Die Hanse errang ab 1370 im Stralsunder Frieden immer größere Bedeutung.
(siehe auch Oranjen und Hessen - Nassau)

Schaumburg - Lippe: ehemaliges (germanisches) Land des Deutschen Reiches, östlich der Weser. Die Linie Schaumburg-Lippe (oder  Bückeburg) des Hauses Lippe gründete Graf Philipp I. (* 1601, † 1681), der 1643 einen Teil der Grafschaft  Schaumburg erbte, von dem er jedoch nach dem Westfälischen Frieden (1648) nur die Ämter Stadthagen, Bückeburg, Arensburg u. a. kleine Gebiete behielt. Mit dem Beitritt des Grafen Georg (1787-1860) zum Rheinbund 1807 wurde Schaumburg-Lippe Fürstentum. 1867 trat Fürst Adolf (1860-1893) dem Norddeutschen Bund und 1871 dem Deutschen Reich bei. 1918 entstand ein Freistaat Schaumburg-Lippe in der Weimarer Republik, der sich 1922 eine demokratische Verfassung gab; seit 1946 gehört Schaumburg-Lippe zu Niedersachsen (Regierungsbezirk Hannover). 1640 starb das Geschlecht der Schauenburger mit Otto VII. aus. Die Ländereien wurden geteilt: Pinneberg wurde von Dänemark eingezogen, ein Teil von Schaumburg fiel dem Herzog von Braunschweig-Lüneburg zu, den Rest teilten sich Hessen-Kassel und der Graf Philipp zur Lippe;  Schaumburg-Lippe.

Cassel um 1840, hier und in Göttingen wirkten die Gebr. Jacob und Wilhelm Grimm um 1848 und sammelten Märchengeschichten (Deutsche Märchenstrasse)

Die eigentlichen Herren bis 1918 waren der Baron von der Malsburg zu Schloß Escheberg, (hier soll Emanuel Geibel, 1815 - 1884, das Volkslied "Der Mai ist gekommen" gedichtet haben), die Herren von Itter und die Fürsten von Calenberg (v. Papenheim, v. Borkloh, Bischöfliches Lehen) und im angrenzenden westlichen Gebiet die ehemalige Residenz der Fürsten von Waldeck und Pyrmont im Schloß von Arolsen (18. Jahrhundert), bis 1929 war Arolsen Hauptstadt des Fürstentums  Waldeck.
Das Fürstentum setzte sich aus der Grafschaft Waldeck und dem Fürstentum Pyrmont zusammen. Die Grafen von Schwalenberg (seit 1189 Grafen von Waldeck) gelangten in den Besitz der Burg Waldeck, wurden im 15. Jahrhundert dem Landgrafen von Hessen lehnspflichtig und konnten 1631 ihr Gebiet um die Grafschaft Pyrmont erweitern. Seit 1712 waren die Wildunger (eine Linie aus dem Geschlecht derer von Waldeck) erbliche Reichsfürsten. Das Fürstentum war seit 1807 Mitglied des Rheinbunds und seit 1815 des Deutschen Bundes. Seit 1867 verwaltete Preußen das Land. Seit 1918 war Waldeck Freistaat; 1922 kam Pyrmont und 1929 auch das Kernland Waldeck an Preußen. Während des III. Reiches war der Fürst im Beraterstab des "Führers".
Die Wewelsburg, als Germanenfeste, bei Paderborn sollte Ihren letzten Höhepunkt als Kader- und Eliteschmiede des Nazi - Regimes erleben.

Der wirtschaftlich noch zur Warburger Börde gehörende Teil Nordhessens spricht Plattdeutsch und gehört sprachlich gesehen zu Nord- bzw. Nordwestdeutschland und hat mehr kulturelle Bindungen zu Dortmund, Paderborn oder Bielefeld als nach Frankfurt / M.
Vorfahren der Rumpfs sollen Überlieferungen zufolge sich noch vor dem 30 jährigen Kriege (Westfälische Friede 1648) auch aus dem Raum Hessisch Oldendorf - Detmold Pyrmont - Blomberg - Bielefeld angesiedelt haben, Nachweise hierzu konnten bisher nicht erbracht werden.

 

Teilsippe der Rümpfe etwa um 1910

und aus dem Jahre 1915

In der Mitte des rechten Fotos in der Uniform eines Fähnrichs Herr Hans Christian Rumpf, oben links im Bild dessen Ehefrau vor dem Stammhaus "David" in Breuna / Nordhessen. Nach dem Kriegsende 1918 und dem Zusammenbruch der Kaiserreiches verzog Herr Christian Rumpf nach Köln. Ein Teil der seinerzeitigen Familienmitglieder und Verwandten verzogen wieder zu Vorfahren in die U.S.A. und Südafrika die bereits ausgewandert waren.

 

Nachfolgende Familienchronik verfolgt immer nur den Mannesstamm

um 1637

Hartman Rumpff  -  Ursula Rumpff  -  Joan Rumpff:
Erste - dem Verfasser - bisher bekannten Erwähnungen des heutigen Namens Rumpf in Hiddesen. Den Ort Breuna gab es zu dieser Zeit noch nicht. Hiddesen wurde während des 30-jährigen Krieges zerstört und der etwas entfernt und neu aufgebaute Ort / Weiler  Brune (1257) [Westf.]; Brun (1400), am Brunsberge gelegen, hieß fortan Breuna, am Braunsberg gelegen. Die erhaltenen Kirchenbücher beginnen ab 1661.

Während des 30-jährigen Krieges (1618 - 1648) stellte die Familie Rumpff - Besitzer eigener Ländereien - einen Antrag auf Anerkennung von Kriegsschäden - zwei Rumpfs sollen in die “Neue Welt“ ausgewandert sein.

um 1690

Johann Herrmann Rumpf, vermutlich der Vater des um 1720 wiederum ausgewanderten Johannes Rumpf

um 1720

Heirat des Johann Georg Rumpf, geb. am 4.1.1688 in Breuna mit Margarethe Elise Peppe, geb. im Calenbergisken - Warbesken Lanne (Ostwestfalen).Der Bruder, Herr Johannes Rumpf  wanderte im jungen Mannesalter mit einigen Freunden und Bekannten  in die "Neue Welt" aus. (offensichtlich in die Gegend des heutigen South Carolina) Herr Johannes Rumpf wurde Vater mehrerer Söhne und um 1740 Vater einer Tochter Luise von deren Nachfahren die Amerika - Informationen stammen. Später trug man den Namen Rumph. Der Rest der Geschwister verbleibt am Geburtsort bzw. im Grenzgebietes zu Detmold – Westfalen

Ein Teil dieser Nachkommen folgte vom Südosten der Staaten dem Oregon Trail in 1861 / 62 und 1882 und leben jetzt in Wasco im nordöstlichem Oregon (Kaseberg – Rumpf)

www.wheatacresranch.com

www.wheatacres.com

www.kaseberg.com

www.sherman-county.com

www.shermanmuseum.org

deren Nachkommen wiederum leben jetzt in The Dalles und Baker City / Oregon. Der Staat hat etwa eine 2/3 Größe der Bundesrepublik und nur ca. 3 Mio. Einwohner.

27.1.1745

Heirat des Hans Heinrich Rumpf, geb. am 18.8.1718 in Breuna mit Anna Margarethe Böckenhorst (Buchenhorst), geb. am 17.4.1722. Kinder Hans Christian Rumpf, Anna Christina Rumpf,

1763

Beginn des sieben jährigen Krieges in Europa und des Krieges in der Neuen Welt zwischen Preußen - England und Österreich - Frankreich - Russland zu dem auch junge Soldaten aus Breuna eingezogen wurden und auf der Seite Englands kämpften.

1769

Heirat von Anna Christina Rumpf geb 3.7.1746 in Breuna mit Franz Heinrich Weymann

um 1780

Heirat von Hans Christian Rumpf mit

und ca. 10 Kindern, einige gingen in die Staaten

um 1800

Neuordnung Europas durch und nach Napoleon, dessen Buder Jerome in Kassel residierte.

um 1820:

Stammhaus Rumpf (Hausname Rüther) in Breuna, einem damals etwa 1000 Einwohner zählenden Dorfes im damaligen Grenzgebiet vom Kurfürstentum Hessen - Kassel und Ost - Westfalen. Als eigentliche Grenze bzw. kulturelle Grenze war die Sprachgrenze vom Plattdeutschen zum damaligen Hochdeutschen anzusehen. Noch heute wird in den Gemeinden des nördlichen und nördwestlichen Grenzgebietes zu Westfalen, Höxter, Detmold, Corvey, Waldeck, Oranjen und Schaumburg - Lippe das Plattdeutsch gesprochen und gepflegt und ist in keinster Weise mit dem Hessischen verwandt. (siehe hierzu auch die Vorfahren Pilger )

um 1850

Herr Heinrich Johannes Christian Rumpf hatte 12 lebende Geschwister und ehelichte eine Frau Elise Uloth aus Breuna, wie bereits oben erwähnt wanderten einige Geschwister in die "Neue Welt" und nach Südafrika aus da einige Vorfahren dort bereits Fuß gefasst hatten. Die Namen änderten sich teilweise in Rumph und Rompf, Nachkommen der Südafrikaner (Buren) leben heute in den nördlichen Niederlanden. An der großen Auswanderungswelle in dieser Zeit sollen über 5 Mio. Deutsche beteiligt gewesen sein. Der deutsche Adelsverein versprach den Auswanderern Land und Reichtum in Texas. Hierfür war ein Betrag von 600 Gulden zu zahlen. Korrupte Makler und Fürsten trieben den Verein in den Untergang. Land und Reichtum gab es für die Auswanderer nicht - größtenteils nur totale Armut und Tod in Auffanglagern. Die Rumpfs waren schon früher ausgewandert und hatten in der neuen Welt bereits Fuß gefasst. Die Überfahrt ins "gelobte Land" von Bremerhaven nach New York dauerte unter den primitivsten Umständen etwa 70 Tage. Um 1870  kostete die Überfahrt "nur" noch etwa den Jahresverdienst eines Handwerkers oder Gesellen. Das Schiff selbst, d.h. die Anschaffungs- Neubaukosten waren nach etwa 4 - 5 Fahrten bezahlt, pro Ladung transportierte man ca. 250 Personen. Käuflinge, auch weisse Sklaven genannt, waren Auswanderer, die die Überfahrtkosten nicht bezahlen konnten und dann nach der Ankunft vom Kapitän für eine bestimmte / begrenzte Zeit verkauft / versteigert wurden.

um 1860:

Ein Vorzeige- oder Paradenachkomme von Christian Rumpf,  Captain Jacob Rumph wird als Südstaatler unter dem Nordstaaten - General Sherman Commander of the Cavalry Company (Bürgerkrieg 1861 - 65)

um 1868:

Vom Stammhaus Rumpf (Rüthers  David) verblieben zwei Brüder im Geburtsort Breuna, ein Bruder (Heinrich) wanderte zum Onkel in die U.S.A. aus, zwei Schwestern verzogen nach Kassel, ein Bruder ging nach Südafrika (Fritz), ein Bruder (Konrad) wollte nach Amerika auswandern und blieb durch Heirat in Bremerhafen hängen, die Brüder Hermann und Christian Rumpf, geb. 9.6.1883 in Warburg / Westf. (Schaumburg-Lippe) verzogen nach Köln; später zog Bruder Hermann wieder zurück nach Breuna, ein Bruder wurde im Krieg 70/71 vermisst - der Verbleib der restlichen zwei oder drei Geschwister ist nicht mehr bekannt, hiervon soll aber ein Bruder wohl bei der Wilddieberei erschossen worden sein und eine Schwester soll nach München verzogen sein. (Wagner)

um 1870

Deutscher Krieg und Deutsch - Französischer Krieg

Geburt von Frau Emmi / Emma Wetterau aus Kassel, Am Jungfernkopf, um 1885-90, gest. um 1935 ?? und begraben auf dem Hauptfriedhof an der Holländischen Strasse in Kassel. Mutter von Fritz Rumpf und erster Ehefrau von Hans Christian Rumpf. Deren Nachkomme ein Herr Michael Wetterau in 34128 Kassel, zeigte kein Interesse an den Nachkommen. (unsichtbar Kampwiesenweg 9, 0561-887564)

um 1920: 

Ende des I. Weltkrieges. Zweite Verehelichung um 1938 in Köln von Hans Christian Rumpf mit Frau Wanda Rumpf, geb. Kornek, geb. am 14.7.1888 in Aachen, stammend aus den Familien Kornek in Aachen und Machowitz (Jüdischer Abstammung / Halbjuden) in Bonn und Köln. Der Sohn Fritz stammt aus der ersten Ehe des Hans Christian Rumpf, der bereits vor dem Tod seiner leiblichen Mutter mit dem Vater nach Köln verzogen war und nach dem II. Weltkrieg wieder in Breuna landete.


Das Rumpf - Wohnhaus mit Bedienstetenhaus (rechts) in Bensberg / Bergisch - Gladbach um 1935

 

 

Köln um 1840

Köln - Alter Markt um 1845

Um 1920 von Breuna nach Köln -  Arbeitsbescheinigung vom Bauunternehmer
Hans Christian Rumpf für seinen Sohn Fritz

 

 

1946

Heirat des Paares Fritz Rumpf, geb. am 26.4.1915 in Kassel / Hessen als einziger Sohn der Eheleute Christian Rumpf und Wanda Kornek mit Frau Anna Rumpf, geb. Pilger, am 30.6.1921 in Breuna, aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor:
Ursula Rumpf - Faber, verh. Hartmann, geb. am 7.10.1944 in Breuna
Dipl.-Ing. (Univ.) Rudolf August Christian Rumpf, geb. 5.6.1950 in Breuna

1965

Tochter Ursula heiratete 1963 Herrn Ewald Hartmann, geb. 30.11.39 in Breuna, mit dem sie zwei Kinder zeugte:
Hartmut Hartmann, geb. 9.4.1964 in Arolsen / Waldeck
Armin Hartmann, geb. 17.2.1965 in Arolsen / Waldeck

1975

Sohn Rudolf heiratete 1973 Fräulein Irene Ortwein, geb. 28.7.1952 in Volkmarsen, aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. 
Nadine Rumpf, 16.9.1975 in Volkmarsen
Stefanie Rumpf, 17.8.1977 in Kempten / Allgäu
Die junge Familie verzog 1975 nach Kempten / Allgäu und 1979 nach Landshut / Niederbayern

 

Landshut um 1840

Vilsbiburg um 1475

 

 

1996 verzogen Irene und Rudolf Rumpf für einen Teil des Jahres nach Italien und

heute in Niederbayern und Sizilien

Da aus der Ehe von Irene und Rudolf Rumpf keine männlichen Nachkommen hervorgingen und alle anderen Rumpf `s dieses deutschen Sippeclans ebenfalls keine männlichen Nachkommen haben, wird dieser Stamm "aussterben" und die Seite schließt sich. Ein einziger männlicher Nachkomme (mit noch zwei Schwestern) dieses Familienclans lebt noch in Südafrika. Der Vater, ein Herr Werner Rumpf, dieses "Südafrikaners" war  Bauingenieur und nach einem beruflichen Wechsel / Versetzung aus Deutschland deutscher Einwanderer. Er verstarb um 1960 mit ca. 35 - 40 Jahren nach einem Arbeitsunfall und er war der Sohn eines Bruders vom Bauunternehmer Hans Christian Rumpf aus Köln und Patenonkel von Fritz Rumpf. Dieser Patenonkel, (ebenfalls ein Fritz Rumpf mit Ehefrau Emma, geb. Werner, die auch Tochter eines Bauunternehmers aus Kassel war) wurde von den Henschelwerken in Kassel nach Henschel Südafrika in Johannesburg versetzt. Die Mutter dieser Nachkommen und Ehefrau des tödlich verunglückten Werner Rumpf hieß Dorèn oder Doreen war Lehrerin und soll Engländerin gewesen sein. Bisher konnten weitere Informationen zu diesem Nachkommen noch nicht eruiert werden. In der BRD lebten im Jahr 2006 insgesamt etwa 7.000 Rumpf 's.

 

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