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Die Familien |
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Der Herkunftsname
bzw. der Familienname Rumpf mit den Abwandlungen Rumpff, Rumph,
Rumpfinger oder Rumpf….. meint den Kurzleibigen, Klobigen ähnlich dem wie
Schmahl, Schmale, der Schmächtige oder Stumpf, d.h. die Rumpf ´s wurden
nach ihren Körpereigenschaften benannt.
Wahrscheinlich,
vermutlich aber fälschlicherweise werden in vielen Veröffentlichungen die Familienname
Rump, Rumpp Rumpen, Romb, Rumphius oder Rumpel….. mit
denen der Rumpf ´s in einen Topf geworfen. In der Regel
haben diese beiden Namen nichts miteinander zu tun, außer, es handelt sich um
eine alternative Schreibweise oder aber die beide Namen wurden im
Plattdeutschen miteinander vermengt (de Rump ´s) oder es ist wirklicher
Blödsinn. Die Rump `s waren entweder Süßwasserfischer odg. und der dazugehörige
Familienname wurde nach demselbigen Fisch benannt (Plattdeutsch) oder, was aber
nahe liegender ist, sie waren Fuhrleute und Rumpelten mit ihrem Karren (dem
“Rump“ – ein zweirädriger Wagen) auf den Hellwegen. (oft auch als Holländische
Strasse bezeichnet) Ob das Rumpel-stilzchen der Gebrüder Grimm mit diesen
Verwandt ist mag wohl mehr ein Scherz sein - ich weiß es nicht, auch nicht, ob
der Kurzleibige oder Klobige (Rumpf) auf dem Hellweg geRUMPelt ist.
Nach meinen mir
vorliegenden Informationen, Erkenntnissen und Überlieferungen von Verwandten
sind aber beide Namen nordwest – und mitteldeutschen Ursprunges (Germanisch)
und finden besonders entlang der Hellwege mit seinen Zubringern (Amsterdam,
Eindhoven, Duisburg sowie die Nord - Südverbindungen von Bremen, Augsburg und
Hamburg, Salzburg) eine starke Konzentration. Der bekannteste unter den Hellwegen
(Salzstraßen) führte von Antwerpen über Aachen, Dortmund, Soest, Paderborn,
Braunschweig (Gotha - Goslar), Magdeburg, Berlin (Danzig - Warschau) nach
Königsberg und bildete später einen Teil der Bundesstrasse 1. Viele dieser
Städte waren Mitglieder der Hanse und man sprach die gleiche Sprache, der
plattdeutsche (Niederdeutsche) Sprachgebrauch (ein Mix aus Englisch, Flämisch,
Dänisch) dieser gesamten Region rechtfertigen diese Aussagen.
Hauptverbreitungsgebiete der Rumpf `s in nördlichen Mitteldeutschland sind das
Münsterland, Westfalen, Sauerland, südliches Niedersachsen und Hamburg. Die
süd-westliche Konzentration an Rumpf `s scheint eine andere Richtung oder
Herkunft zuhaben bzw. konnte bisher nicht eruiert werden.
Erstmalig erwähnt wurden – meines Wissensstandes – die Rumpf `s und Rump`s um1200 in den Kirchenbüchern von Paderborn und Münster und waren im Großraum um Soest - Dortmund - Arnsberg - Rhoden ansässig. Die Rumpf`s in Breuna sollen um 1500 aus dieser Gegend zugezogen / eingewandert sein
Mehrer Rumpf `s
aus Breuna wanderten über Bremerhaven und New York (das ehemalige deutsche
Stadtviertel in New York gibt es nicht mehr) in den Südosten der U.S.A. aus,
ich bin einer dieser Überlebenden in Deutschland. Einige der Familien Rumpf Rumph
Roumph, Rump(h) leben heute in den nördlichen Niederlanden (Rückkehrer aus
Südafrika), Südafrika, Österreich sowie den US-Staaten
Louisiana, South and North Carolina, Cincinnati
/ Ohio, Georgia, Oregon, Indiana und
Brooklyn.
Erst durch die
Veröffentlichung der Familienseiten im Internet (1998) ergaben sich verstärkte
Kontakte zu Namens- und Blutsverwandten, auch zu Einwanderern in die U.S.A.
deren Vorfahren zum größten Teil aus der Region Kassel - Hannover - Paderborn -
Dortmund kamen und wesentlich mehr Interesse an Ihren Wurzeln haben.
Namen
sind nicht Schall und Rauch – sind keine Wappen oder Siegelringe! (außer
Vollwappen des Adels und der Kirche)
Vorgenannte Namen,
speziell die Beinamen der "Schüdder-rump, Schüdde-rump(f) und
Schüddell-rumph“ sollen sich in einigen Wappen widerspiegeln oder enthalten
sein, mir persönlich sind keine Vollwappen, die auch in der Deutschen
Wappenrolle (DWR) eingetragen sind, bekannt. Nur beim Adel kann man durchweg
das Vorhandensein eines alten Wappens voraussetzen.
Wappen- oder
Siegeldeutungen die mit den Rumpf `s in Verbindung gebracht werden sollen
vermutungsweise - möglicherweise auch Wunschweise - im Wappen von Wanne-Eickel,
den Stadtwappen von Gotha und Goslar zu finden sein. Ob die Rumpf `s selbst ein
eigenes Wappen besaßen erscheint mir unwahrscheinlich. Viele der kursierenden,
sich im Umlauf befindlichen und wahrscheinlich größtenteils nachgebildeten
Wappen sind - das behaupte ich - möglicherweise Erfunden. Als Wappenvarianten
und Deutungen finden wir – Rotes Schild, mit silber - weißen Winkel - Pfeilen
nach oben und unten, ähnlich dem Chevron - Logo - mit auf der Spitze stehende
Rauten und Sternen, Balken- oder Halbhakenkreuz, Kringerl, Grünen und blauen
Helmen, Neger und Mohren in der Helmzier sollen Venedig vermuten lassen, nur
Purpur habe ich noch nicht gesehen. Ich betrachte es als Quatsch, die
Namensgebung in Italien war wesentlich früher als die in Nord- oder Mitteldeutschland,
trotzdem, es gibt auch Rumpf `s in Italien / Sizilien. (www.Sizilien-Sicily-Sicilia.de)
Von Titeln,
Wappen und Siegeln geht seit Jahrhunderten eine große Faszination aus. Die
Wappen- und Siegeldeutung ist mannigfach. Leider war und ist das allgemeine
Interesse an diesen Intarsien sehr viel größer als die Bereitschaft sich diese
in einer vernünftigen Ausbildung selber zu erarbeiten.
Es gibt
königliche, religiöse, Stadt und Handelswappen und natürlich die dazugehörigen
Siegel. Ich für meinen Teil der Familie habe eine vollakademische Ausbildung
und ein Siegel für die Sachverständigentätigkeit, mehr als ausreichende
berufliche Anerkennung, meine Vorfahren waren / sind größtenteils, und das seit
Jahrzehnten, selbstständig gewesen, haben eine recht passable und ansehbare
Referenzliste und Familiengeschichte
- mir ist das Genug. Ein
Familienwappen das nur für private, persönliche und nicht einmal zu
Werbezwecken benutzt werden darf ist schön.
Im Jahr 2000 wurden auf der
Telefon - CD etwa 2100 Einträge der Rumpf `s in Deutschland gezählt. Bei einer
Familiengröße von 2,7 Personen je Familie ergeben das insgesamt etwa 5.700
Rumpf `s in Deutschland, das entspricht bei einer Gesamteinwohnerzahl von 80 Mio.
einen Bevölkerungsanteil von 0.007 %
Der Verfasser dieser Seite stammt aus dem Ort Breuna, einem 2000 Seelen zählendem Ort im westlichen Landkreis Kassel, etwa 4 km entfernt von der Westfälischen Grenze. Dieser Ort zählt wohl im Verhältnis zur Einwohnerzahl gesehen mit zu den wenigen Orten, die eine der größte Konzentration an Rumpf `s innerhalb der gesamten Bundesrepublik haben. Nachfolgend einige Daten und Großräume die mit Rumpf ´s “überflutet“ sind:
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PLZ |
Stadt |
|
Einwohner
|
Einträge Rumpf |
Anzahl Rumpf |
% - Anteil |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
10000 |
Berlin |
Zuzug von Rumpfs aus Breuna |
3.500.000 |
60 |
162 |
0,005 |
|
21000 |
Hamburg |
Zuzug von Rumpfs aus Breuna |
1.700.000 |
80 |
216 |
0,005 |
|
26826 |
Weener /
Ems |
|
15.000 |
13 |
35 |
0,23 |
|
28200 |
Bremen /
Bremerhaven |
Zuzug von Rumpfs aus Breuna |
700.000 |
10 |
27 |
0,004 |
|
30659 |
Hannover |
Zuzug von Rumpfs aus Breuna |
530.000 |
20 |
54 |
0,01 |
|
31141 |
Hildesheim |
|
110.000 |
20 |
54 |
0,05 |
|
34000 |
Kassel |
Zuzug von Rumpfs aus Breuna |
200.000 |
70 |
189 |
0,095 |
|
34379 |
Calden |
Zuzug von Rumpfs aus Breuna |
3.000 |
12 |
32 |
1,07 |
|
34479 |
Breuna, westl. Landkreis Kassel, BAB Dortmund |
Geburtsort Verfasser |
2.000 |
22 |
60 |
3,0 |
|
35614 |
Aßlar Lahn
/ Dill |
|
13.000 |
24 |
65 |
0,5 |
|
35630 |
Ehringshausen |
|
4.500 |
25 |
68 |
1,5 |
|
35745 |
Herborn Lahn / Dill |
|
21.000 |
20 |
54 |
0,26 |
|
44000 |
Dortmund |
Zuzug von Rumpfs aus Breuna |
600.000 |
21 |
57 |
0,009 |
|
48100 |
Münster, Westf. |
|
270.000 |
13 |
35 |
0,01 |
|
56626 |
Andernach Koblenz |
|
30.000 |
11 |
30 |
0,1 |
|
59174 |
Kamen |
Zuzug von Rumpfs aus Breuna |
50.000 |
32 |
86 |
0,17 |
|
60000 |
Frankfurt am Main |
|
600.000 |
35 |
95 |
0,015 |
|
061000 |
Halle / Saale |
|
290.000 |
10 |
27 |
0,009 |
|
63450 |
Hanau |
|
90.000 |
25 |
68 |
0,07 |
|
66879 |
Niederstaufenbach, Gem. Kollweiler, Baumholder,
Landstuhl, Rheinland Pfalz |
|
300 |
10 |
27 |
9,0 |
|
70188 |
Stuttgart |
|
600.000 |
7 |
19 |
0,003 |
|
76000 |
Karlsruhe, Baden |
|
280.000 |
9 |
25 |
0,009 |
|
77815 |
Bühl, Baden-Baden |
|
25.000 |
14 |
38 |
0,15 |
|
80000 |
München |
Zuzug von Rumpfs aus Breuna |
1.300.000 |
33 |
90 |
0,007 |
|
99734 |
Nordhausen |
Zuzug von Rumpfs aus Breuna |
49.000 |
22 |
60 |
0,12 |
In
Jahrzehntelangen Nachforschungen, Gesprächen mit älterem Mitbürgern, Verwandten
und Bekannten, Kirchenbüchern in Marburg und Paderborn sowohl von mir als auch
von Vorfahren konnte das überhaupt erst zusammengetragen werden. Hiermit möchte
ich mich bei all diesen Menschen recht herzlich bedanken. Für jeden Rat, Tipp,
Fehler oder Belehrung bin dankbar.
Gut finde ich die
noch im Aufbau befindlich Internetseite von Rumpf `s unter
www.rumpf-ahnenforschung.de
wann gibt es das erste Rümpfe-Treffen?
Nachfolgend
einige interessierte Rumpf `s mit deren Links, schön wäre es, wenn mir einige
der Herrschaften beim Mailwechsel ihre Neue Anschrift geben würden.
|
Name |
Herkunft |
Jetziger Ort |
Großraum |
Internet
oder mail |
|
L. Vogelaar |
Rumpf, Romph, de Romph / Breuna |
3274CH Heinenoord |
Rotterdam / NL |
|
|
Sherry Kaseberg |
Rumpf - Käseberg / Breuna |
Wasco, Oregon und Carolina |
U.S.A. |
|
|
Robert H. Rumpf |
Rumpf / Breuna |
North Carolina |
U.S.A. |
|
|
Uwe Rumpf |
|
63571 Gelnhausen |
|
|
|
Gregory Rumph |
Rumph / Kassel - Hannover |
Cincinnati, OH |
U.S.A. |
|
|
Peter Rump(h) |
Rumph |
Brooklyn, NY |
U.S.A. |
|
|
Christian Rumpf |
|
|
Österreich |
|
|
Mechthild Rumpf |
Rumpf / Breuna |
30167
Hannover |
|
|
|
Neale S. Brown |
Rumpf Rumph / Breuna |
South Carolina |
U.S.A. |
|
|
Roy Bryant |
Rumpff |
|
U.S.A. |
|
|
Charles Rump |
|
|
GB |
|
|
Stephan Rumpf |
|
|
|
|
|
Jürgen Sprenger |
Rumpf, Rumpäus / Breuna |
Soest |
Lippstadt |
|
|
Donna Ivery |
Rumph |
Orangeburg District, S.C. |
U.S.A. |
|
|
Frohböse |
Rumpf / Breuna |
Westerland -
Sylt |
Hamburg |
|
|
Claire Roumph |
Roumph / Nordhessen - OWL |
New York |
U.S.A. |
|
|
R. Hollerand |
Rumpf |
Houston Co. GA |
U.S.A. |
|
|
Klaus Rumpf |
Vorfahren kamen aus dem Raum Kaiserslautern |
Jürgensgaarder Str. 9 e Tel.: 0461-26500 |
24943 Flensburg |
|
| Christoph Rumpf | Ritter Rump zu Wenne | Ehringshausen / Sauerland | Christoph.Rumpf@web.de | |
| Rumpf B. M. | Berlin |
bumiru@googlemail.com |
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Geschichtliches:
Aus einzelnen Germanenstämmen wie den Ostfalen und Chatten entstammen die Sachsen [wohl zu althochdeutsch sahs, "Kurzschwert“], d.h., sie waren westgermanische bzw. deutsche Volksstämme, verschmolzen mit Chauken, Angrivariern, Cheruskern, Resten der Langobarden und Chatten sowie anderen Stämmen und Stammesteilen. Die im südwestlichen Sachsen angesiedelten Ostfalen und Chatten hatten ihr Siedlungsgebiet etwa west- und östlich der Weser, ausgehend von Minden / Westf., Bramwald, Solling, Vogler, Hils, Ith, Osterwald, Süntel, Deister, Bückeberge, Wesergebirge, hin zum Reinhardswald, Eggegebirge, Teutoburger Wald und Wiehengebirge.
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Ein Teil eroberte im 5.
Jahrhundert mit Angeln und Jüten England (Angelsachsen). Möglicherweise wurde
bereits der Dudelsack, im heutigen Sauerland noch gespielt, zu dieser Zeit
schon "exportiert". Das eigentliche Siedlungsgebiet der Sachsen
erstreckte sich von der Elbe und nördlich davon bis hin zum Niederrhein mit
Nordhessen und Thüringen. In dem Gebiet der Sachsen entwickelte sich ein loser Verband von vier Stammesgruppen: Westfalen, Engern, Ostfalen und Nordalbingier, die allmählich ein sächsisches Stammesherzogtum herausbildeten. Grenzstreitigkeiten mit den Franken führten aber in den Sachsenkriegen Karls des Großen (772-804) zur Unterwerfung der Sachsen (Widukind), erzwungenen Christianisierung und Eingliederung in das Frankenreich. Erste Christianisierungen erfolgten unter Bonifatius, angelsächsischer Benediktinermönch und Missionar, eigentlich Wynfrith Winfrid,* um 675 in Wessex, † 5. 6. 754 in Dokkum (Erschlagen in Friesland), begraben in Fulda. Die Cherusker waren ein germanischer Volksstamm nördlich vom Harz zwischen Weser und Elbe gelegen; von den Römern seit 4 n.Ch. unterworfen. Sie zerbrachen, an der Spitze eines germanischen Völkerbunds unter Führung ihres Fürsten Armin durch die Schlacht im Teutoburger Wald, 9 n.Ch., die römische Macht in Germanien. (Publius Quintilius Varus, römischer Feldherr, als Legat in Germanien (Varusschlacht mit dem später bekannt gewordenen Ausspruch des Cäsars: Varus, Varus - wo sind meine Legionen) beging später Selbstmord. Mit der Ermordung Armins 19 n.Ch. wurde die Einheit der Cherusker durch innere Fehden zerstört. Im ersten Jahrhundert kam der östliche Teil unter den Einfluß der Chatten. |
Kultstätten, Freilegungen und
Fundstellen wie die Externsteine bei Detmold , eine Gruppe von 13 freistehenden
Sandsteinfelsen (bis 38 m hoch) im südöstlichen Teutoburger Wald; wahrscheinlich
eine ehemalige germanische Kultstätte
Oder die neuerliche Funde an Hünengräber im Grenzgebiet zu Niedersachsen und Ostwestfalen (Hofgeismar, Reinhardswald) belegen das.
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Externsteine um 1840 |
Porta Westphalica um 1840 |
Aus dem welfisch-braunschweigischen Fürstentum Calenberg-Göttingen-Grubenhagen wurde 1692 (Ernst August I.) das Kurfürstentum Hannover, mit dem 1705 auch das Fürstentum Lüneburg vereinigt wurde. 1714—1837 war Hannover mit Großbritannien in Personalunion verbunden; sie wurde aufgelöst, weil die weibliche Erbfolge (in England Viktoria) in Hannover nicht galt. 1807 bzw. 1810 ging Hannover im Königreich Westfalen auf, wurde aber 1814 als Königreich Hannover neu gebildet. 1866 unterlag Hannover im Deutschen Krieg gegen Preußen bei Langensalza: Die Welfen wurden entthront, Hannover preußische Provinz; seit 1946 Kerngebiet des Landes Niedersachsen. (Siebenjähriger Krieg 1756—1763)
Das Königswahlrecht wurde
endgültig durch die Goldene Bulle Karls IV. von 1356 gegen die Kurie zugunsten
der Kurfürsten entschieden. Auch die Städte hatten dank ihrer wirtschaftlichen
Macht an Einfluß gewonnen. Die Hanse errang ab 1370 im Stralsunder Frieden
immer größere Bedeutung.
(siehe
auch Oranjen und Hessen - Nassau)
Schaumburg - Lippe:
ehemaliges (germanisches) Land des Deutschen Reiches, östlich der Weser. Die
Linie Schaumburg-Lippe (oder Bückeburg) des Hauses Lippe gründete Graf
Philipp I. (* 1601, † 1681), der 1643 einen Teil der Grafschaft Schaumburg
erbte, von dem er jedoch nach dem Westfälischen Frieden (1648) nur die Ämter
Stadthagen, Bückeburg, Arensburg u. a. kleine Gebiete behielt. Mit dem Beitritt
des Grafen Georg (1787-1860) zum Rheinbund 1807 wurde Schaumburg-Lippe
Fürstentum. 1867 trat Fürst Adolf (1860-1893) dem Norddeutschen Bund und 1871
dem Deutschen Reich bei. 1918 entstand ein Freistaat Schaumburg-Lippe in der
Weimarer Republik, der sich 1922 eine demokratische Verfassung gab; seit 1946
gehört Schaumburg-Lippe zu Niedersachsen (Regierungsbezirk Hannover). 1640
starb das Geschlecht der Schauenburger mit Otto VII. aus. Die Ländereien wurden
geteilt: Pinneberg wurde von Dänemark eingezogen, ein Teil von Schaumburg fiel
dem Herzog von Braunschweig-Lüneburg zu, den Rest teilten sich Hessen-Kassel
und der Graf Philipp zur Lippe; Schaumburg-Lippe.
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Cassel um 1840, hier und in Göttingen wirkten die Gebr. Jacob und Wilhelm Grimm um 1848 und sammelten Märchengeschichten (Deutsche Märchenstrasse)
Die eigentlichen Herren bis
1918 waren der Baron von der Malsburg zu Schloß Escheberg, (hier soll Emanuel
Geibel, 1815 - 1884, das Volkslied "Der Mai ist gekommen" gedichtet
haben), die Herren von Itter und die Fürsten von Calenberg (v. Papenheim, v.
Borkloh, Bischöfliches Lehen) und im angrenzenden westlichen Gebiet die
ehemalige Residenz der Fürsten von Waldeck und Pyrmont im Schloß von Arolsen
(18. Jahrhundert), bis 1929 war Arolsen Hauptstadt des Fürstentums
Waldeck.
Das Fürstentum setzte sich aus
der Grafschaft Waldeck und dem Fürstentum Pyrmont zusammen. Die Grafen von
Schwalenberg (seit 1189 Grafen von Waldeck) gelangten in den Besitz der Burg
Waldeck, wurden im 15. Jahrhundert dem Landgrafen von Hessen lehnspflichtig und
konnten 1631 ihr Gebiet um die Grafschaft Pyrmont erweitern. Seit 1712 waren
die Wildunger (eine Linie aus dem Geschlecht derer von Waldeck) erbliche
Reichsfürsten. Das Fürstentum war seit 1807 Mitglied des Rheinbunds und seit
1815 des Deutschen Bundes. Seit 1867 verwaltete Preußen das Land. Seit 1918 war
Waldeck Freistaat; 1922 kam Pyrmont und 1929 auch das Kernland Waldeck an
Preußen. Während des III. Reiches war der Fürst im Beraterstab des
"Führers".
Die Wewelsburg, als
Germanenfeste, bei Paderborn sollte Ihren letzten Höhepunkt als Kader- und
Eliteschmiede des Nazi - Regimes erleben.
Der wirtschaftlich noch zur
Warburger Börde gehörende Teil Nordhessens spricht Plattdeutsch und gehört
sprachlich gesehen zu Nord- bzw. Nordwestdeutschland und hat mehr kulturelle
Bindungen zu Dortmund, Paderborn oder Bielefeld als nach Frankfurt / M.
Vorfahren der Rumpfs sollen
Überlieferungen zufolge sich noch vor dem 30 jährigen Kriege (Westfälische
Friede 1648) auch aus dem Raum Hessisch Oldendorf - Detmold Pyrmont - Blomberg
- Bielefeld angesiedelt haben, Nachweise hierzu konnten bisher nicht erbracht
werden.
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Teilsippe der Rümpfe etwa um 1910 |
und aus dem Jahre 1915 |
In der Mitte des rechten Fotos in der Uniform eines
Fähnrichs Herr Hans Christian Rumpf, oben links im Bild dessen Ehefrau vor dem
Stammhaus "David" in Breuna / Nordhessen. Nach dem Kriegsende 1918
und dem Zusammenbruch der Kaiserreiches verzog Herr Christian Rumpf nach Köln.
Ein Teil der seinerzeitigen Familienmitglieder und Verwandten verzogen wieder
zu Vorfahren in die U.S.A. und Südafrika die bereits ausgewandert waren.
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|
Nachfolgende Familienchronik verfolgt
immer nur den Mannesstamm
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um 1637 |
Hartman
Rumpff - Ursula Rumpff - Joan Rumpff: Während des 30-jährigen Krieges (1618 - 1648) stellte die
Familie Rumpff - Besitzer eigener Ländereien - einen Antrag auf Anerkennung
von Kriegsschäden - zwei Rumpfs sollen in die “Neue Welt“ ausgewandert sein. |
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um 1690 |
Johann Herrmann Rumpf, vermutlich der Vater des um 1720 wiederum ausgewanderten Johannes Rumpf |
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um 1720 |
Heirat
des Johann Georg Rumpf, geb. am 4.1.1688 in Breuna mit Margarethe Elise
Peppe, geb. im Calenbergisken - Warbesken Lanne (Ostwestfalen).Der Bruder,
Herr Johannes Rumpf wanderte im jungen Mannesalter mit einigen Freunden
und Bekannten in die "Neue Welt" aus. (offensichtlich in die
Gegend des heutigen South Carolina) Herr Johannes Rumpf wurde Vater mehrerer Söhne
und um 1740 Vater einer Tochter Luise von deren Nachfahren die Amerika -
Informationen stammen. Später trug man den Namen Rumph. Der Rest der
Geschwister verbleibt am Geburtsort bzw. im Grenzgebietes zu Detmold –
Westfalen Ein Teil dieser Nachkommen folgte vom Südosten der
Staaten dem Oregon Trail in 1861 / 62 und 1882 und leben
jetzt in Wasco im nordöstlichem Oregon (Kaseberg –
Rumpf) deren Nachkommen wiederum leben jetzt in The Dalles und Baker City / Oregon. Der Staat hat etwa eine 2/3 Größe der Bundesrepublik und nur ca. 3 Mio. Einwohner. |
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27.1.1745 |
Heirat
des Hans Heinrich Rumpf, geb. am 18.8.1718 in Breuna mit Anna Margarethe
Böckenhorst (Buchenhorst), geb. am 17.4.1722. Kinder
Hans Christian Rumpf, Anna Christina Rumpf, |
|
1763 |
Beginn des sieben jährigen Krieges in Europa und des Krieges in der Neuen Welt zwischen Preußen - England und Österreich - Frankreich - Russland zu dem auch junge Soldaten aus Breuna eingezogen wurden und auf der Seite Englands kämpften. |
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1769 |
Heirat von Anna Christina Rumpf geb 3.7.1746 in Breuna mit Franz Heinrich Weymann |
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um 1780 |
Heirat von Hans Christian Rumpf mit und ca. 10 Kindern, einige gingen in die Staaten |
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um 1800 |
Neuordnung Europas durch und nach Napoleon, dessen Buder Jerome in Kassel residierte. |
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um 1820: |
Stammhaus Rumpf (Hausname Rüther) in Breuna, einem damals etwa 1000 Einwohner zählenden Dorfes im damaligen Grenzgebiet vom Kurfürstentum Hessen - Kassel und Ost - Westfalen. Als eigentliche Grenze bzw. kulturelle Grenze war die Sprachgrenze vom Plattdeutschen zum damaligen Hochdeutschen anzusehen. Noch heute wird in den Gemeinden des nördlichen und nördwestlichen Grenzgebietes zu Westfalen, Höxter, Detmold, Corvey, Waldeck, Oranjen und Schaumburg - Lippe das Plattdeutsch gesprochen und gepflegt und ist in keinster Weise mit dem Hessischen verwandt. (siehe hierzu auch die Vorfahren Pilger ) |
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um 1850 |
Herr Heinrich Johannes Christian Rumpf hatte 12 lebende Geschwister und ehelichte eine Frau Elise Uloth aus Breuna, wie bereits oben erwähnt wanderten einige Geschwister in die "Neue Welt" und nach Südafrika aus da einige Vorfahren dort bereits Fuß gefasst hatten. Die Namen änderten sich teilweise in Rumph und Rompf, Nachkommen der Südafrikaner (Buren) leben heute in den nördlichen Niederlanden. An der großen Auswanderungswelle in dieser Zeit sollen über 5 Mio. Deutsche beteiligt gewesen sein. Der deutsche Adelsverein versprach den Auswanderern Land und Reichtum in Texas. Hierfür war ein Betrag von 600 Gulden zu zahlen. Korrupte Makler und Fürsten trieben den Verein in den Untergang. Land und Reichtum gab es für die Auswanderer nicht - größtenteils nur totale Armut und Tod in Auffanglagern. Die Rumpfs waren schon früher ausgewandert und hatten in der neuen Welt bereits Fuß gefasst. Die Überfahrt ins "gelobte Land" von Bremerhaven nach New York dauerte unter den primitivsten Umständen etwa 70 Tage. Um 1870 kostete die Überfahrt "nur" noch etwa den Jahresverdienst eines Handwerkers oder Gesellen. Das Schiff selbst, d.h. die Anschaffungs- Neubaukosten waren nach etwa 4 - 5 Fahrten bezahlt, pro Ladung transportierte man ca. 250 Personen. Käuflinge, auch weisse Sklaven genannt, waren Auswanderer, die die Überfahrtkosten nicht bezahlen konnten und dann nach der Ankunft vom Kapitän für eine bestimmte / begrenzte Zeit verkauft / versteigert wurden. |
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um 1860: |
Ein Vorzeige- oder Paradenachkomme von Christian Rumpf, Captain Jacob Rumph wird als Südstaatler unter dem Nordstaaten - General Sherman Commander of the Cavalry Company (Bürgerkrieg 1861 - 65) |
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um 1868: |
Vom Stammhaus Rumpf (Rüthers David) verblieben zwei Brüder im Geburtsort Breuna, ein Bruder (Heinrich) wanderte zum Onkel in die U.S.A. aus, zwei Schwestern verzogen nach Kassel, ein Bruder ging nach Südafrika (Fritz), ein Bruder (Konrad) wollte nach Amerika auswandern und blieb durch Heirat in Bremerhafen hängen, die Brüder Hermann und Christian Rumpf, geb. 9.6.1883 in Warburg / Westf. (Schaumburg-Lippe) verzogen nach Köln; später zog Bruder Hermann wieder zurück nach Breuna, ein Bruder wurde im Krieg 70/71 vermisst - der Verbleib der restlichen zwei oder drei Geschwister ist nicht mehr bekannt, hiervon soll aber ein Bruder wohl bei der Wilddieberei erschossen worden sein und eine Schwester soll nach München verzogen sein. (Wagner) |
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um 1870 |
Deutscher Krieg und Deutsch - Französischer Krieg Geburt von Frau Emmi / Emma Wetterau aus Kassel, Am Jungfernkopf, um 1885-90, gest. um 1935 ?? und begraben auf dem Hauptfriedhof an der Holländischen Strasse in Kassel. Mutter von Fritz Rumpf und erster Ehefrau von Hans Christian Rumpf. Deren Nachkomme ein Herr Michael Wetterau in 34128 Kassel, zeigte kein Interesse an den Nachkommen. |
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um 1920: |
Ende des I. Weltkrieges. Zweite Verehelichung um 1938 in Köln von Hans Christian Rumpf mit Frau Wanda Rumpf, geb. Kornek, geb. am 14.7.1888 in Aachen, stammend aus den Familien Kornek in Aachen und Machowitz (Jüdischer Abstammung / Halbjuden) in Bonn und Köln. Der Sohn Fritz stammt aus der ersten Ehe des Hans Christian Rumpf, der bereits vor dem Tod seiner leiblichen Mutter mit dem Vater nach Köln verzogen war und nach dem II. Weltkrieg wieder in Breuna landete. |

Das Rumpf - Wohnhaus mit
Bedienstetenhaus (rechts) in Bensberg / Bergisch - Gladbach um 1935
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Köln um 1840 |
Köln - Alter Markt um 1845 |
Um 1920 von Breuna nach Köln -
Arbeitsbescheinigung vom Bauunternehmer
Hans Christian Rumpf für
seinen Sohn Fritz

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1946 |
Heirat
des Paares Fritz Rumpf, geb. am 26.4.1915 in Kassel / Hessen als einziger
Sohn der Eheleute Christian Rumpf und Wanda Kornek mit Frau Anna
Rumpf, geb. Pilger, am 30.6.1921 in Breuna,
aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: |
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1965 |
Tochter
Ursula heiratete 1963 Herrn Ewald Hartmann, geb. 30.11.39 in Breuna, mit dem
sie zwei Kinder zeugte: |
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1975 |
Sohn
Rudolf heiratete 1973 Fräulein Irene Ortwein,
geb. 28.7.1952 in Volkmarsen, aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor.
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Landshut um 1840 |
Vilsbiburg um 1475 |

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1996 verzogen Irene und Rudolf Rumpf für einen Teil des Jahres nach Italien und |
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Da aus der Ehe von Irene und Rudolf Rumpf keine männlichen Nachkommen hervorgingen und alle anderen Rumpf `s dieses deutschen Sippeclans ebenfalls keine männlichen Nachkommen haben, wird dieser Stamm "aussterben" und die Seite schließt sich. Ein einziger männlicher Nachkomme (mit noch zwei Schwestern) dieses Familienclans lebt noch in Südafrika. Der Vater, ein Herr Werner Rumpf, dieses "Südafrikaners" war Bauingenieur und nach einem beruflichen Wechsel / Versetzung aus Deutschland deutscher Einwanderer. Er verstarb um 1960 mit ca. 35 - 40 Jahren nach einem Arbeitsunfall und er war der Sohn eines Bruders vom Bauunternehmer Hans Christian Rumpf aus Köln und Patenonkel von Fritz Rumpf. Dieser Patenonkel, (ebenfalls ein Fritz Rumpf mit Ehefrau Emma, geb. Werner, die auch Tochter eines Bauunternehmers aus Kassel war) wurde von den Henschelwerken in Kassel nach Henschel Südafrika in Johannesburg versetzt. Die Mutter dieser Nachkommen und Ehefrau des tödlich verunglückten Werner Rumpf hieß Dorèn oder Doreen war Lehrerin und soll Engländerin gewesen sein. Bisher konnten weitere Informationen zu diesem Nachkommen noch nicht eruiert werden. In der BRD lebten im Jahr 2006 insgesamt etwa 7.000 Rumpf 's.
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